H2ercules Network South-East
Wasserstoff aus Tschechien für Bayern und weitere Regionen Deutschlands
- Anbindung an die geplante Wasserstoffinfrastruktur in Tschechien über Waidhaus
- Rund 131 km Wasserstoffleitungen durch Umstellung und Neubau
- Geplante Importkapazität: bis zu 144 GWh Wasserstoff pro Tag
- Inbetriebnahme für 2032 vorgesehen
Ein südöstlicher Importkorridor für das deutsche Wasserstoff-Kernnetz
H2ercules Network South-East wird gemeinsam von NaTran Deutschland und OGE/MEGAL entwickelt. Das Projekt verbindet das deutsche Wasserstoff-Kernnetz am Grenzübergangspunkt Waidhaus mit der geplanten Wasserstoffinfrastruktur in Tschechien. Damit entsteht ein Transportweg zu industriellen Verbrauchsschwerpunkten in Bayern sowie darüber hinaus in Süd- und Westdeutschland.
Das rund 131 Kilometer lange Projekt umfasst zwei Abschnitte: Zwischen Waidhaus und Rothenstadt soll eine bestehende, rund 29 Kilometer lange Erdgasleitung auf Wasserstoff umgestellt werden. Zwischen Rothenstadt und Forchheim ist der Neubau einer rund 102 Kilometer langen Wasserstoffleitung vorgesehen. Beide Maßnahmen sind Bestandteil des 2024 genehmigten Wasserstoff-Kernnetzes.
Rothenstadt–Forchheim: Verbindung zu bayerischen Verbrauchszentren
Für den Neubauabschnitt Rothenstadt–Forchheim ist NaTran Deutschland derzeit alleiniger Vorhabenträger. Die Leitung ergänzt den Abschnitt Waidhaus–Rothenstadt und schafft die Verbindung zwischen der deutsch-tschechischen Grenze und den bayerischen Verbrauchszentren.
Für den Import aus Tschechien ist eine Kapazität von bis zu 144 GWh Wasserstoff pro Tag vorgesehen. Als mögliche Versorgungsquellen kommen insbesondere Südosteuropa und der Ostseeraum infrage. South-East soll damit verschiedene europäische Importwege mit dem deutschen Wasserstoff-Kernnetz verbinden.
Das Vorhaben ist als europäisches Projekt von gemeinsamem Interesse (PCI 10.2.3) anerkannt. Die Inbetriebnahme ist nach aktuellem Planungsstand für 2032 vorgesehen.