Krisenvorsorge

FNB Gas zum Gesetzesentwurf zur Einführung einer Gasreserve

Zum Abschluss der Verbändeanhörung zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Einführung einer Gasreserve zur Krisenvorsorge erklärt FNB Gas Geschäftsführerin Barbara Fischer:

FNB Gas begrüßt die Pläne der Bundesregierung zur Einführung einer Gasreserve als zentrales Instrument zur Krisenvorsorge ausdrücklich. Sie stellt sicher, dass die Infrastrukturbetreiber in Krisensituationen, beispielsweise beim Ausfall einer großen Importleitung, kurzfristig die Netzstabilität gewährleisten und kontrolliert in einen Krisenmodus übergehen können. Die erneute Einführung einer Umlage zur Finanzierung der Gasreserve bewerten wir kritisch und halten diese für nicht sachgerecht. Staatliche Krisenvorsorge sollte auch vom Staat finanziert werden.  

Anpassungsbedarf sehen die FNB auch im Zusammenhang mit der Beschaffung und Verwaltung der Reserve durch THE. Dabei muss klargestellt werden, dass das Risiko für die Ausübung staatlicher Aufgaben nicht auf den Marktgebietsverantwortlichen übergeht. 

Zudem regt FNB Gas an, die Einführung der Gasreserve zu nutzen, um zeitnah neben der Krisenvorsorge auch die marktliche Wintervorsorge gesetzlich zu begleiten und eine Lieferantenverpflichtung einzuführen. Ein solches Instrument wäre geeignet, um insbesondere die am Winterende erforderliche Ausspeicherleistung zu sichern, damit die reguläre Kundenversorgung jederzeit aufrechterhalten werden kann. In Kombination würden die beiden Instrumente 87 TWh in Speichern absichern: 63 TWh über die Lieferantenverpflichtung und 24 TWh über die Gasreserve. FNB Gas hatte dazu bereits im Frühjahr eine entsprechende Analyse und konkrete Vorschläge vorgelegt: Bericht zur Versorgungssicherheit 2026 

Die komplette Stellungnahme ist im Downloadbereich verfügbar.

Downloads

STN zum Referentenentwurf Gasreserve
PDF / 344 kB